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Leseliste: Buch Review Januar/Februar 2018

21. Februar 2018

Einer meiner Vorsätze für 2018 – den ich bis jetzt sehr gut eingehalten habe – ist es, eine Leseliste zu erstellen und mehr zu lesen. Ich will in einen natürlichen Rhythmus kommen, regelmäßig lesen und mich endlich für’s Lesen begeistern können. Deutsch war eines meiner Lieblingsfächer in der Schule, obwohl ich wirklich wenig gelesen habe. Ich habe gemerkt, dass ich es liebe, Charaktere, Textpassagen und Gedichte zu analysieren und zu interpretieren. Aber diese Passion habe ich nie richtig ausgelebt. Wahrscheinlich lag das daran, dass man während der Schulzeit eher „für den Lehrer“ bzw. für die gute Note lernt, und nicht für sich selbst.

Da ich allerdings nicht studiere und momentan eher um die Welt reise und als Bloggerin arbeite, habe ich beschlossen, 2018 meinen Horizont zu erweitern und an mir zu arbeiten. Meine Passionen endlich auszuleben und zu entdecken. Das möchte ich natürlich mit euch teilen! Bald veröffentliche ich meine Leseliste für das Jahr 2018, aber jetzt gibt’s mal einen Vorgeschmack. Deswegen habe ich heute drei Reviews für euch. Diese drei Bücher habe ich seit Anfang des Jahres gelesen – oder ich sollte eher sagen: verschlungen!

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Alle sieben Wellen

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Die Fortsetzung zu Daniel Glattauer’s Bestseller Roman „Gut gegen Nordwind“ habe ich während meines Skiurlaubs gelesen. Es geht um eine E-Mail Romanze. Zwei Menschen beginnen durch Zufall, per E-Mail zu schreiben und verstehen sich, als würden sie sich schon ewig kennen. Wenn da nur nicht der Ehemann wäre… Wer den ersten Teil gelesen hat, wird „Alle sieben Wellen“ wahrscheinlich auch gelesen haben. Die Bücher sind nämlich so fesselnd, man MUSS einfach wissen, wie die Geschichte von Leo und Emmi weitergeht.

Perfekt geeignet für Romantiker und Leute, die gerne Anspruchsvolleres lesen. Daniel Glattauer baut sehr viele interessante Stilmittel ein und schafft es, jede E-Mail von Leo und Emmi wie ein poetischer Text klingen zu lassen. Sehr lesenswert!

Die Bücher von Daniel Glattauer gehören übrigens auch zu den Lieblingsbüchern meiner Mutter! Mehr dazu findet ihr in ihrem allerersten Blogpost hier!

A Dog’s Purpose

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Seit ich dieses Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl, ich kann Tiere besser verstehen. Das Buch ist nämlich aus der Perspektive eines Hundes geschrieben. Er hat einige – komplett unterschiedliche – Leben. Mal ist er Streuner, dann kommt er als reinrassiger Hund bei einem Züchter auf die Welt, dann wird er in einem weiteren Leben von einer liebenden Familie aufgenommen. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, darauf zu achten, wo man seine Tiere “kauft”. Es ist super lustig geschrieben und oft musste ich beim Gedanken an meinen süßen kleinen Hugo-Bär (mein Hund – ein Italienischer Wasserhund) schmunzeln.

Ich kann das Buch jedem Tierliebhaber ans Herz legen, muss aber dazusagen, dass ich den Anfang recht langweilig finde. Aber gegen Ende wird es immer besser und eines sei gesagt: Wenn ihr die letzten Seiten lest, werdet ihr unzählige Tränen vergießen! Also Taschentücher bereithalten!

How To Stop Time

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Ein fantastischer Roman, der sich – wie der Titel schon verrät – mit dem Thema Zeit beschäftigt. Es geht um einen 41-jährigen Geschichtslehrer, der eine ganz besondere Eigenschaft hat, von der er niemandem erzählen darf: Er altert nur sehr langsam. Er ist eigentlich über 400 Jahre alt und hat sowohl Kriege als auch Epidemien überlebt. Um unentdeckt zu bleiben, muss er alle acht Jahre seine Identität wechseln. Dass sich jemand, der nicht altert und ständig den Koffer packen und in ein anderes Land fliehen muss, nicht verlieben sollte, ist klar. Aber wie ihr euch vielleicht denken könnt, gelingt ihm das leider nicht so, wie erhofft.

Ein unglaublich fesselnder Roman, der die Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hinterfragt und sich sehr stark mit der Frage „Wer bin ich? Und warum lebe ich?“ beschäftigt. Ich konnte es nicht weglegen und fand so viele tolle Textpassagen, die ich mir speichern/fotografieren musste. Matt Haig’s Schreibstil ist einfach zu verstehen und gibt extrem gute Denkanstöße. Definitiv ein Buch, das ich gerne erneut lesen möchte und jedem ans Herz legen kann, der sich für Geschichte und Reisen interessiert.

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13 Comments

  • Reply Alexa 21. Februar 2018 at 11:31

    Alle sieben Wellen ist ein wirklich sehr netter, amüsanter und leicht zu lesender Roman. Aber anspruchsvoll nicht mal ansatzweise…
    Ich kann dir gerne ein paar Buchtipps für wirklich anspruchsvolle Literatur geben, wenn du interessiert bist, aber ich denke, das ist nicht wirklich deine Literaturwelt.

    • Reply Anna-Laura Kummer 21. Februar 2018 at 19:02

      Liebe Alexa,

      du hast Recht – der Roman ist leicht zu lesen und in dem Sinn auch nicht anspruchsvoll. Was ich mit “anspruchsvoll” gemeint habe: Daniel Glattauer baut zahlreiche interessante Stilmittel ein. Wenn einem das gefällt und man auch wirklich versucht, alle Textpassagen ganz genau zu verstehen und zu interpretieren, kann es schonmal anspruchsvoll werden. Wenn man allerdings nur “drüberliest”, dann ist es – wie du schon geschrieben hast – leicht zu lesen. Eventuell war dein Leseverhalten ja anders als meins. Oder wir haben es einfach anders empfunden? Wie dem auch sei – Geschmäcker sind verschieden! ;-)

      Alles Liebe, Anna

      • Reply Carina 21. Februar 2018 at 20:08

        Als studierte Germanistin muss ich Alexa hier zustimmen, im Zweifel kann man eher von Trivialliteratur anstelle von ‘anspruchsvoller Literatur’ sprechen. In diesem Sinne würde ich den Begriff eher bei Schriftstellern wie Lessing, Goethe, Schiller oder auch Jelinek ansiedeln. Allerdings verstehe ich (glaube ich) was du meinst, jedoch wären mir beim Lesen von ‘Alle sieben Wellen’ nicht allzu viele rhetorische Figuren aufgefallen. Falls du dich auch mal an ‘Klassiker’ wagen möchtest, kannst du mir gerne jederzeit schreiben ;) (Aktuell lese ich Frankenstein – das Buch ist sehr zu empfehlen!)

        • Reply Anna-Laura Kummer 27. Februar 2018 at 22:16

          Liebe Carina,

          ich bin keine studierte Germanistin und muss leider zugeben, dass ich bis vor kurzem so gut wie nichts gelesen habe. (In der Schulzeit habe ich natürlich Goethe & co gelesen – war aber nicht unbedingt meins!) Das ist mir natürlich total unangenehm und deshalb ist es auch einer meiner Vorsätze, mehr zu lesen. Eventuell werde ich dann auch den Unterschied zwischen “anspruchsvoller” Literatur und tatsächlich anspruchsvoller Literatur verstehen.

          Wie dem auch sei – danke für deinen Input!

          • Anne 28. Februar 2018 at 19:23

            Hei Anna,

            ich musste ein bisschen schmunzeln bei der Diskussion um “Anspruchsvolle Literatur”, denn wie meine Vorrednerinnen wuerde auch ich diese Art Buch in die Rubrik Trivialliteratur stecken. Ich finde es jedoch auch albern, sich mit dem Prädikat “ich lese Anspruchsvolles” schmuecken zu wollen – da schwebt fuer mich eine Menge Belustigt-sein und Sich-über-andere-stellen mit (‘Oh seht dieser Poebel, hat wohl noch nie einen Dostojewski aufgeschlagen *augenroll*’) und das stoeßt mir ein bisschen sauer auf. Geschmaecker sind, wie du sagst, verschieden und man sollte niemanden belaecheln, weil er Liebes-/ Krimi- Historienromane liest und man selbst nur sog. Klassiker fuer wuerdig haelt. Ich habe mich selbst auch schon bei diesen Gedanken ertappt ;) und finde eigentlich – Lesen soll Spaß bringen und den Horizont erweitern. Niemand soll sich mMn freiwillig durch die Blechtrommel quaelen, nur weil es dafuer ‘nen Nobelpreis gab. Meine liebsten Buecher im letzten Jahr waren ua. Drakula, Sophia der Tod & Ich, Siddharta, Tschick und Steppenwolf. Gerade beiße ich mich ein bisschen durch Lolita – das ist wunderschoen geschrieben (wenn du auf der Suche nach einer Ode an die englische Sprach bist) aber in meinen Augen schon recht “anspruchsvoll” im Original ;) Viel Spaß beim Lesen

  • Reply liebe was ist 21. Februar 2018 at 15:17

    ein esuper schöne Lese-Liste meine Liebe!
    steht bei mir dieses jahr auch wieder mehr im Fokus – möchte wenigestens ein Buch pro Monat schaffen!

    A Dogs purpose klingt nach sehr gutem Lesestoff :)

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  • Reply Sandra Slusna 21. Februar 2018 at 15:51

    Lesen war sicher wie von vielen von uns auch einer meiner Vorsätze, und zwar will ich mindestens 12 Bücher lesen. Langsam weiß ich aber nicht mehr, welche Bücher, deswegen war dieser Beitrag genau richtig!
    Danke dir für die Inspiration, vor allem a dogs purpose hört sich super an!
    Ich liebe das buch mirror mirror von Cara Delevigne, das ich vor kurzem fertiggelesen habe und auch Unfiltered von Lilly Collins. :D
    Liebe Grüße, Sandra / http://shineoffashion.com
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  • Reply carla 22. Februar 2018 at 13:56

    alle 3 Bücher klingen so toll, ich möchte dieses Jahr auf jeden Fall auch ein paar Bücher lesen. Bis jetzt bin im noch kein Fan von Romanen, ich lese viel lieber Sachbücher, aber das kann ja noch kommen ;) danke für die buchtipps!

    Liebe Grüsse,
    Carla, https://carlakatharina.com/

  • Reply Corinna 23. Februar 2018 at 16:47

    Oh vielen Dank für die Tipps, das kommt mir gerade genau recht! Für den nächsten Urlaub hab ich mir das auch vorgenommen und seit Kurzem hab ich auch einen Ausweis für die Bibliothek – sooo gut, wenn man einfach alles, was einen interessiert, mitnehmen kann! :) Werd mir deine Buchtipps mal genauer anschauen.
    Liebst,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

  • Reply Toni 24. Februar 2018 at 9:06

    Hallo Anna,

    finde deinen Blogpost mal wieder hilfreich und die Bücher sehr ansprechend. Aber sag mal wenn du 8 Bücher mit nach New York genommen hast und das ist ja echt nicht leichtes Gepäch warum kaufst du dir den keinen Kindl. Ist natürlich erstmal eine investition aber da die Bücher auf dem Kindl meistens günstiger sind hat man das Geld schon bald wieder drin und auf Reisen ist es sehr praktisch (vor allem Gewichtssparend).
    Ich wollte außerdem noch fragen wie du das mit der Karte auf der Blogseite “travel” gemacht hast? Das dort die Orte vermerkt sind die du in deinen Blogposts vermerkst und auch wie du das hin bekommen hast das die Karte grau ist.
    Mach weiter so und lass dich nicht von kritikern herunter ziehen, ich wünsche dir noch eine wunderschöne Zeit in NY.
    Liebe Grüße aus Australien
    Toni :)

  • Reply morri 27. Februar 2018 at 19:57

    Anna-Laura Kummer, thanks a lot for the article post.Much thanks again. Fantastic.

  • Reply Mario 3. März 2018 at 22:21

    Hallo!
    Dein Beitrag gefällt mir sehr gut. Du bist eine richtige Leseratte im Gegensatz zu mir :)
    Ich beginne auch an einem Blog zu schreiben. Schaut gerne mal vorbei wenn ihr wollt!
    https://xocto.wordpress.com/
    Würde mich richtig über Kommentare freuen !
    DANKE und LG

  • Reply Leni 11. März 2018 at 17:13

    Ich habe alle Bücher von Daniel Glattauer verschlungen! die sind einfach so toll geschrieben :D
    LG, Leni
    https://lenivienna.com

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